Politikum - Gibt es "gerechten" Krieg?

 Gibt es "gerechten" Krieg?


 „ja“
 „nein“



          Argument schreiben
 NovissimaVerba 29.04.07
Würde ich einen Menschen töten, um 1.000 Leben zu retten?
Ja, würde ich!
Wenn das wohl der Gemeinschaft bedroht ist, sind Ausnahmemittel gerechtfertigt.


 ckeen 26.04.07
Krieg ist in Außnahmesituationen dort geRECHTfertigt wo große Ungerechtigkeit verhindert werden kann.
Wenn eine Diktatur in der Völkermörd stattfindet bekämpft wird, ist das einschreiten mit kriegerischen, sprich militärischen Mitteln das kleinere Übel.


 fo_rum_user 08.03.10
Das ist eigentlich eine sinnlose Frage. Nur polemisch. Das Thema ist viel zu komplex.

Es gibt mehrere Parteien bei Kriegen. Da gibt es den Angreifer, den Verteidiger und evtl. eine dritte Partei.

Der Verteidiger kann den Krieg nicht gar nicht verhindern.

Daher müsste die Frage schonmal lauten ob es gerechte Kriegs-Erklärer (Angreifer) gibt.

Gibt es gerechte Angreifer?

Hieraus stellt sich die Frage, was ein Angriff überhaupt ist.

Ich baue einen Stausee um Strom zu erzeugen und schneide Dir damit die Wasserversorgung ab. Deine Felder vertrocknen, Deine Familie durstet. Du verhandelst mit mir, aber mir ist das egal, weil ich sooooo viel Geld mit meinem Strom verdiene, dass Du das nie bezahlen kannst. Vielleicht biete Dir sogar großzügig an, Dein Land für einen lächerlichen Betrag zu kaufen, damit ich auch noch Sonnenkollektoren aufstellen kann. Des Nächtens kommst Du mit einer Bombe und sprengst den Staudamm in die Luft, wobei ein Wartungsmann stirbt.

Ich habe den Stausee friedlich auf meinem eigenen Grund und Boden und mit (meiner eigenen, ist ja mein Land) Baugenehmigung errichtet. Du hast eine Bombe auf meinem Land gezündet, mein Eigentum zerstört und einen meiner Männer getötet.

Wer ist der Angreifer?

Nehmen wir an Du (der Du das hier liest) wirst auf der Straße von einem großen, kräftigen Kerl angegriffen, weil Du ihm keinen Euro auf seine "Bitte" hin gegeben hast (der ist im Unrecht - keine Frage). Der prügelt auf Dich ein und Du bist total unterlegen. Jetzt komme ich als dritte Partei dazu. Ich habe die Wahl - im Gegensatz zu Dir. Du bist schon im Krieg - ich nicht.

Was hättest Du gerne?

a) Ich bin groß und stark, stelle mich zwischen euch beide und teile ihm mit, dass er von mir eine aufs Maul bekommt, wenn er nicht sofort aufhört. Hört er nicht auf, werde ich ihn schlagen müssen.

b) Ich sage dem Angreifer (während er weiterprügelt), dass das, was er tut so nicht in Ordnung ist, man ja über alles sprechen könne, Gewalt keine Lösung ist und man ja eine andere Lösung suchen könne.

c) Ich bin Autohändler. Der Schläger ist ein guter Kunde von mir und ist für einen großen Teil meines Gewinns verantwortlich. Ich sage ihm, dass das eigentlich nicht in Ordnung ist, was er so mit Dir macht. Gleichzeitig frage ich ihn ob er nicht demnächst mal bei mir vorbeikommen will und sich das neue Auto anzuschauen.

d) Ich mache gar nichts, geht mich nämlich nichts an.

Variante a) ist Krieg. Variante b), c) und d) nicht. Welche ist die Richtige?

Die Frage die sich eigentlich stellt, ob es in Ordnung ist, dass ich bei einem hübschen Mädchen den Einsatz bringe (Variante a)) und bei einem alten Mann eine der anderen Varianten wähle.

Auf Länder übertragen: Ist es in Ordnung, dass Länder attraktiven Ländern (weil sie z.B. Ölreserven haben) helfen und bei anderen Ländern nichts tun?

 
          Argument schreiben
 pangu 17.05.07
In einem Krieg gibt es keine
Gewinner, nur Verlierer.
Es werden immer unschuldige
Menschen mit reingezogen.




 vintago 05.07.07
Es gibt nichts auf der Welt was den Tod von Menschen rechtfertigt. Einen Krieg zu führen um ein Problem zu lösen kann nicht der richtige Weg sein.

 

^





Kategorie: Politik & Tags: krieg, staat, gewalt, ethik